Wir sind startklar!

Der bundesrätliche «Bericht zur Positionierung der Apotheken in der Grundversorgung» ist für unseren Berufsstand ein starkes Signal. Natürlich erfüllt es uns mit Genugtuung, dass die Kompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker und deren Infrastruktur in Zukunft noch stärker zum Tragen kommen, der Zugang zu pharmazeutischen Dienstleistungen erleichtert und die koordinierte ambulante Arzneimittelversorgung weiter gefördert werden sollen. Auch in der Prävention und bei der Begleitung chronisch kranker Menschen sieht der Bundesrat in den Apotheken mit ihrem direkten Zugang grosses Potenzial. Das sind richtige Schlussfolgerungen, die von einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zeugen. Es kann nicht sein, dass Apotheker nach fünfjährigem Studium und kontinuierlichen Weiter- und Fortbildungen nur als verlängerter Arm von Ärzten oder in der Rolle eines Detailhändlers zum Einsatz kommen. Die beiden Berufsstände sollen sich als Medizinalpersonen auf Augenhöhe begegnen und zum Wohl des Patienten zusammenarbeiten; so lassen sich Menschenleben retten, aber auch bessere Behandlungserfolge erzielen. Eine engere interprofessionelle Zusammenarbeit führt zu mehr Vertrauen, höherer Patientensicherheit und Qualität; alles Schlüsselfaktoren für mehr Kosteneffi zienz im Gesundheitssystem. Das Fazit des vor einigen Wochen publizierten Regierungsberichts ist jedoch auch, dass eine angemessene Vergütung dafür entscheidend sein wird, ob sich eine Neupositionierung der Apotheken in der Grundversorgung erfolgreich realisieren lässt. Wir sind bereit für den entscheidenden Spatenstich beim Umbau der Grundversorgung!

Fabian Vaucher

Präsident von pharmaSuisse